SEBASTIEN OLIVER

Kunst wird erst dann wirklich lebendig, wenn sie in die persönliche Welt eines Menschen eintritt.

Sebastien Oliver erfindet digitale Kunst neu. Seine spektakulären Kreationen werden als kühne Statement-Stücke entworfen, werten jedes Interieur auf und spiegeln die Persönlichkeit derer wider, die sie sammeln. Jedes Werk seiner innovativen CEBO GALERIE fängt eine kraftvolle Emotion ein, eine neu interpretierte Ikone, eine Einstellung jenseits der Zeit.

DOLCEVITA.NEWS bat den besonders sympathischen Franzosen auf einen Aperitivo und erfuhr dabei, was passiert, wenn digitale und analoge Welten miteinander verschmelzen.

Fotocredit © CEBO GALERIE

Auf einen Aperitivo mit Sebastien Oliver

Warum hast du dich entschieden, dein Leben der Kunst zu widmen?

 Viele Jahre lang habe ich in der Unternehmenswelt als Einkäufer gearbeitet. Kunst war schon immer Teil meines Lebens, aber irgendwann wurde das Schaffen mehr als nur eine Leidenschaft – es wurde zu einer Notwendigkeit. Ich verspürte das Bedürfnis, ein Universum zu erschaffen, das meine Emotionen, meine ästhetische Sensibilität und meine Vorstellung von Schönheit wirklich widerspiegelte. Die Entscheidung für die Kunst war auch eine Entscheidung für die Freiheit: die Freiheit, zu schaffen, zu fühlen und Geschichten auf eine andere Art und Weise zu erzählen.

Ist es nur meine Einbildung, oder ist Humor ein besonders wichtiges Element Ihrer Arbeit?

Humor ist definitiv Teil meiner künstlerischen Sprache. Ich liebe es, Eleganz mit Ironie, Glamour mit Provokation und ikonische Figuren mit unerwarteten Wendungen zu vermischen. Manchmal ermöglicht Humor es den Menschen, sich emotional schneller mit einem Kunstwerk zu verbinden. Ich finde, Kunst sollte nicht immer zu ernst sein – sie kann auch überraschen, amüsieren und Gespräche anregen.

Inwiefern helfen dir KI-Tools konkret dabei, deine Ideen zum Leben zu erwecken?

KI-Tools ermöglichen es mir, visuelle Welten zu erkunden, die ich alleine niemals verwirklichen könnte. Ich nutze künstliche Intelligenz als kreativen Partner, niemals als Ersatz für meine künstlerische Vision. Die Emotionen, Konzepte, Kompositionen und die künstlerische Ausrichtung stammen immer von mir. Die KI hilft mir lediglich dabei, visuelle Experimente weiter voranzutreiben und Ideen mit größerer Freiheit und Geschwindigkeit in Bilder umzusetzen. Anschließend überarbeite ich jedes Werk ausführlich mit Grafikdesign-Tools, um das Endergebnis zu erzielen.

Was macht dich als Künstlerin besonders glücklich?

Die emotionale Verbindung zu Menschen. Wenn mir jemand sagt, dass eines meiner Kunstwerke einen Raum verändert, ihn inspiriert oder ihn einfach jeden Tag zum Lächeln bringt, bedeutet mir das alles. Kunst wird erst dann wirklich lebendig, wenn sie in die persönliche Welt eines Menschen eintritt.

Welche Aspekte deines Privatlebens inspirieren dich am meisten für dein Unternehmen CEBO GALERIE?

Meine Familie inspiriert mich enorm. Mein Mann, meine Tochter Constance, unsere Reisen, Mode, Musik und alltägliche Emotionen nähren meine Kreativität. Seit ich Vater geworden bin, hat sich meine Beziehung zur Kunst tiefgreifend verändert. Hinter allem, was ich schaffe, stecken nun noch mehr Emotionen, Zärtlichkeit und Bedeutung.

Fotocredit © CEBO GALERIE

,,KI-Tools ermöglichen es mir, visuelle Welten zu erkunden, die ich alleine niemals verwirklichen könnte."

Wäre die Erde ein noch lebenswerterer Planet, wenn sich mehr Menschen von der Kunst inspirieren ließen?

Auf jeden Fall. Kunst fördert Sensibilität, Offenheit, Neugier und emotionale Verbundenheit. In einer Welt, die oft zu schnelllebig ist, erinnert uns die Kunst daran, zu fühlen, zu beobachten und uns Dinge vorzustellen. Selbst ein einfaches Kunstwerk kann die Atmosphäre eines Raumes – oder die Stimmung eines Menschen – völlig verändern. 

Wann ist für dich ein „Dolce Vita“-Moment perfekt?

Für mich ist ein perfekter „Dolce Vita“-Moment oft etwas ganz Einfaches: schönes Licht, Musik, Lachen, Menschen, die ich liebe, um mich herum und das Gefühl, genau dort zu sein, wo ich hingehöre. Heute gehören zu meinen glücklichsten Momenten einfach die Zeit mit meiner Tochter und der weitere Aufbau des künstlerischen Lebens, von dem ich einst geträumt habe.